Namensgebung und Architektur
Namensgebung und Architektur des Museums
Mit der Verbindung der Worte „Narr“ und „Schopf“ – im Dialekt ein Gebäude oder Anbau aus Holz, in dem Dinge verstaut, die nicht jeden Tag gebraucht werden – hatte man die Schwierigkeit der Namensgebung des Museums gelöst: gab es doch gegen die Bezeichnung „Museum“ von Anfang an Widerstände, da das Fastnachtsfest nun zunächst einmal nichts museales, sondern etwas höchst Lebendiges ist.

Nicht nur als Schwäbisch-Alemannisches Fastnachtsmuseum ist der Narrenschopf Bad Dürrheim bemerkenswert, auch bautechnisch stellt er eine Besonderheit dar. So ist die erste Kuppel des Narrenschopfes beispielsweise für Universitätsprofessor Dr. Stefan M. Holzer vom Institut für Mathematik und Bauinformatik der Bundeswehruniversität München „mit einer Spannweite von rund 20 Meter ein bemerkenswertes Dokument der Bohlenlamellenbautechnik, vor allem nach der Zerstörung der Kuppel der Darmstädter Ludwigskirche im Zweiten Weltkrieg“. Konstruktionen dieses Typs wie beispielsweise auch die Kuppel der Tierarzneischule Berlin sind seinen Angaben zufolge heute sehr selten. Die Gebäude des Narrenschopfs sind deshalb nicht nur Anlaufpunkt für Fastnachtsliebhaber, sondern auch Exkursionsziel von interessierten Ingenieurstudenten und ihrer Dozenten.
























